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Zisterzienser Zeitraum

Das Zisterzienserkloster wurde im 11. Jhd von Hl. Robert aus Molesme gegründet. Das erste Zisterzienserkloster in Polen wurde 1139 in Jedrzejow ins Leben gerufen. Von dort aus wurden die ersten Zisterzienser an die neu errichtete Abtei in Rauden gezogen. Das genaue Jahr ihrer Ankunft ist schwer zu bestimmen. Doch es wird angenommen, dass etwa im Jahr 1255 sei die erste Gruppe angekommen, die die Räume für den Rest des Konventes hätten vorbereiten sollen. Das endgültige Datum, in dem der Konvent hätte einziehen sollen, schwankt zwischen dem Jahre 1258 und 1261.
 

Die Grundlage für die Wirtschaftsentwicklung der Abtei wurde das Stiftungsdokument, das von dem Fürsten Wladislaw verabschiedet wurde. Kraft der Unterlage erhielt das Kloster das Gut und zahlreiche Privilegien. Die Grenzen von Gut wurden gemäß dem Grundsatz der Entfernung von drei Meilen seit: Gleiwitz, Ratibor und Cosel festgesetzt. Der erste Abt war Piotr I. (1252- 1274). Zu seiner Zeit begann die Abtei durch das Herbeiholen von Kolonisten, die Gründung der neuen Dörfer, Landbebauung wie Führung der Zinswirtschaft zur Entfaltung zu gelangen. Das Kloster zog ihre Steuer von den von ihm abhängigen Dörfern ein.

 
Schon 1280 war Rauden in jeglicher Hinsicht eine sich dynamisch entwickelte Abtei. Die Arbeitskraft des Klosters waren die Lohnmönche und die zur Abarbeitung ihrer Rente unterstellte Bewölkerung. Ein wesentlicher Industriezweig war Landbebauung, Gemüseanbau und Fischfang. Mit der Zeit wandte sich die Abtei der Bienenzucht (es wurden Honigwein und Wachs hergestellt) und der Herstellung von der Wolle zu.

 
Im 16. Jhd. erfuhr die Industrie in der Abtei ihre Blüte. In 1586 wurde eine erste Eisenhütte aufgebaut. Dann wurde im Jahre 1712 eine erste Glashütte errichtet, die außer der Fenstergläser auch Spiegel, Karaffen selbst Glasperlen, die nach Österreich ausgeführt wurden, produzierte. Obwohl die Finanzlage des Klosters sich erheblich verbesserte, befand sich das Kloster nicht selten am Rande des Bankrotts. Was war Grund dafür? Im 17. Jhd. wurde das Kloster mehrmals überfallen. So musste es eine hohe Kontribution für die Angreifer zahlen. Ferner gab es einfache Diebstähle und Zerstörungen, die mit dem Durchmarsch der Militärtruppen verbunden waren. Der nächste Wirtschaftsschlag waren für das Kloster die Schlesischen Kriege. Dabei erlegten die preußischen Truppen dem Kloster ebenso hohe Kontributionen auf. Zudem wurde das Kloster mit 50% Ertragssteuer belastet. Die Mönche wurden dazu gezwungen die Kosten für den Unterhalt des Schiffes an Oder und der Feuerwehr in jedem Dorf auch für den Aufbau des Drahtbetriebes zu decken. Zusätzlich wurde der Abtei als Aufgabe der Anbau von Baumwolle, Maulbeeren und Tabak gestellt.


Im 19. Jhd. wurde dem Kloster die Pflicht für die Errichtung des Krankenhauses für die französischen Soldaten aufgebürdet. Aber die Zisterzienser widmeten sich nicht nur der Wirtschaft selbst. Angeblich wurde in Rauden im 14. Jhd eine erste mit dem Kloster verbundene Schule aufgebaut. Die Zisterzienser bereiteten die Jungen für die Priesterwürde und das Ordensleben vor. Am Anfang des 18. Jhds. wurde eine erste Holzdorfschule für Kinder errichtet. Die wurde ein Jahrhundert danach in die Gemeindeschule umgewandelt. Doch es gab keine treuen und bestätigten Informationen dazu. Im Jahre 1744 wurde das Gymnasium mit dem Stift für die adligen Jugendlichen erbaut, in dem Fremdsprachen, Musik, Geschichte, Geografie und Naturkunde beigebracht wurde. Einige Jahre später wurde ein Theatersaal errichtet und seit 1765 gab es am Kloster eine Hochschule für zukünftige Lehrer und Philozofen. Eine große Aufmerksamkeit schenkten die Zisterzienser der Bibliothek. Die wurde mit Büchern aus Morymond und Waltsassen ausgestattet. Die Büchersammlung wurde erfolgreich durch das Umschreiben der Bücher im Klosterskriptorium immer größer. 1812 besaß die hiesige Bibliothek von 10 bis 12 tausend Bücher. Die Tätigkeit der Zisterzienser auf dem Klostergebiet wird im 19. Jhd. abgebrochen.


Im Jahre 1810 wurde das Klostergut säkularisiert. Kassen und Archive wurden beschlagnahmt auch Insignien und Fürstensiegel abgenommen. Das all Zisterzienser Gut ging in den Besitz des Fürsten von Hessen-Kassel über.

 

 
Romanische Spitzbogenportal hinein
Romanische Spitzbogenportal hinein
Karte - P.B. Werner (1737)
Karte - P.B. Werner (1737)

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